Text
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Bild 7
Bild 8
Bild 9
Bild 10
Bild 11
Bild 12
Bild 13
Bild 14
Bild 15
<< Text
< Text
> Bild 1
>> Bild 15
>> Geomatik-CH 11/2020, pdf, xx MB
>>Geo-Team 1991
 >>Slideshow erweiterte Bereichsleitung
 >>Slideshow GL
 >>Slideshow Turtmann
 >>Slideshow CHTRFxx
 >>Slideshow Schweremessungen
 >>Slideshow LHN95
 >Slideshow AGNES
 >>Slideshow Zimmerwald
Virtuelle Ausstellung zum Jubiläum «25 Jahre LV95»

Berichte über die ersten erfolgreichen Anwendungen der GPS-Satellitennavigation im Dienste der Geodäsie in den frühen 1980er-Jahren haben unter den Verant­wortlichen für die Landesvermessung in der Schweiz grosse Hoffnungen geweckt. Die Geodäten von swisstopo sahen die Chance, die seit langem bekannten Unzu­länglichkeiten des alten Bezugsrahmens LV03 durch eine neue, satellitengestützte Landesvermessung zu beheben. Sie formulierten die folgende Vision:

«Der Benutzer der zukünftigen Landesvermessung hat die Möglichkeit, mittels GPS, an jedem beliebigen Ort des Landes, innert kurzer Zeit, die Position in einem weltweiten Bezugssystem mit cm-Genauigkeit zu bestimmen.»

Eine neu gegründete Arbeitsgruppe GPS der Schweizerischen Geodätischen Kommission (SGK) begann im Februar 1985 unter der Leitung von Prof. H.-G. Kahle mit der Organisation von GPS-Testmessungen, welche schliesslich den Nachweis erbrachten, dass mit den neuen Messmethoden auch im alpinen Raum hochgenaue Ergbnisse im mm-Breich erzielbar sind. Nachdem swisstopo 1988 erste GPS-Empfänger in Betrieb genommen hatte, begannen die Arbeiten am GPS-Landesnetz. Der Projektname «neue Landes­vermessung LV95» und die entsprechende Projektorganisation entstand 2 Jahre später. Gleichzeitig fokussierte sich die Abteilung Geodäsie von swisstopo mit den bestehenden personellen Ressourcen auf die neue Zielsetzung: Die rasche Realisierung von LV95 und die Herausgabe des neuen Koordinatensatzes.

Das motivierte Team der Abteilung Geodäsie, bestehend aus qualifizierten Mit­arbeiterinnen und Mitarbeitern aller Ausbildungsstufen, hat in nur 5 Jahren in

einer vorbildlichen Zusammenarbeit mit schweizerischen Hochschulinstituten und Partnerorganisationen das Ziel erreicht. Ende 1995 - heute vor 25 Jahren - konnten die Ergebnisse in Form eines Koordinatensatzes herausgegeben werden. Gerade rechtzeitig, um den neuen Bezugsrahmen LV95 bei den Grundlagen­vermessungen der NEAT-Grossprojekte mit den Basistunnels Gotthard und Lötschberg zur Anwendung anbieten zu können.

Damit waren die Arbeiten an der neuen Landesvermessung längst nicht abge­schlossen. Unter dem Titel «Landesvermessungswerk LVW95» wurden weitere Elemente einer modernen Landesvermessung, wie das Landeshöhennetz LHN95, das Automatische GNSS-Netz Schweiz AGNES, sowie ein cm-Geoid etc. erstellt und eingeführt.

Die Umsetzung von LV95 durch den Erlass der gesetzlichen Grundlagen einerseits und die Einführung in die Amtliche Vermessung AV und in die GIS-Welt anderseits war eine weitere Herausforderung, welche nur durch die enge Zusammenarbeit mit der Eidg. Vermessungsdirektion V+D und den kantonalen Vermessungs­auf­sichten sowie mit Hilfe von Softwareanbietern zeitgerecht und erfolgreich erledigt werden konnte.

Das Jubiläumsheft Geomatik Schweiz 11/2020 und diese Jubiläums-Website soll an die Entstehung des geodätischen Jahrhundert­werks erinnern, welches zu einem Quantensprung in Qualität und Effizienz der Geomatikanwendungen in unserem Land geführt hat. Gleichzeitig soll damit ein grosses Dankeschön an alle involvierten Teams und Partner ausgedrückt werden.