Kapitel II. Die ältesten Karten

 

11. Johannes Stumpf.

Zu Bruchsal dem Bürgermeister Hans Stumpf im Jahre 1500 geboren, besuchte Johannes Stumpf, nach dürftigem Vorunterrichte in Bruchsal und Durlach, die höhern Schulen in Strassburg und Heidelberg, wurde 1520 in den Johanniter-Orden aufgenommen, und kam 1522 als Prior in das Johanniterhaus Bubikon, zugleich den Pfarrdienst in dem benachbarten Dorfe übernehmend.

Mit Zwingli bekannt geworden, schloss sich Stumpf bald enge an ihn an, setzte seine Wirksamkeit in Bubikon als reformierter Pfarrer fort, und verheiratete sich 1529 mit Regula Brennwald, durch deren Vater, Heinrich Brennwald (1) , er sodann für historische Studien gewonnen wurde. Stumpf setzte letztere auch noch in Stammheim, wohin er 1543 als Pfarrer versetzt wurde, mit grossem Eifer fort, und vollendete daselbst 1547 die seinen Namen auf die spätesten Zeiten bringende Schweizer-Chronik, mit welcher wir uns sofort zu befassen haben werden. Im Jahre 1562 resignierte er wegen Altersbeschwerden seine Pfarrei, siedelte nach Zürich über, dessen Bürgerrecht er schon lange vorher in Anerkennung seiner grossen Verdienste geschenkt erhalten hatte, und starb daselbst 1566. (2)