Kapitel V. Spätere Detailarbeiten

 

37. Einleitung.

Ehe berichtet wird, wie im weitern Verlaufe des 18. Jahrhunderts die durch Scheuchzer geforderten neuen Grundlagen mit mehr oder weniger Erfolg angestrebt und erhalten wurden, mögen die während dieser Zeit noch auf dem alten Wege erreichten Verbesserungen der Detailkenntnisse namhaft gemacht werden.

In dieser Hinsicht ist zu erwähnen, dass die beiden Fatio und Gamaliel de Roverea schon im Anfange des Jahrhunderts die Kenntniss des Genfer-Sees und seinen Umgebungen wesentlich förderten,
Heinrich Tschudi eine erste Detailkarte des Glarnerlandes entwarf,
Samuel Bodmer und Adam Rüdiger für die Topographie des Kantons Bern erfolgreich thätig waren,
Johannes Nötzli eine gute Karte des Thurgau lieferte,
Ludwig von Meiss sich um die Kenntniss des Tessin verdient machte,
Henri Mallet die Suisse Romande mit einer für ihre Zeit ganz vortrefflichen Karte bedachte,
Xaver Schnyder uns mit dem Entlibuch, Franz Fidel Landtwing mit Zug, und
Placidus a Spescha mit dem Bündner-Oberland besser bekannt machte, und auch die
Loup, Albertin, Reitz, Bruckner, Willomet, Bel, Müller, Schäppi, Büeler, etc. unsere Detailkenntniss des Landes in erheblicher Weise bereicherten.

Zugleich wird aber auch darauf aufmerksam zu machen sein, dass uns nicht nur das Beispiel des seine Aufgabe etwas zu leicht nehmenden Gabriel Walser, sondern ganz besonders auch der vergebliche Versuch desselben Mallet, der für eine einzelne Parthie so Ausgezeichnetes leistete, eine wesentlich bessere Gesammtkarte zu erstellen, des deutlichsten zeigt, wie solche blosse Detailarbeiten nicht mehr genügen konnten,
— ja wir werden aus dem misslungenen Unternehmen der Berner-Regierung, durch Alexander von Wattenwyl nach der alten Methode auch nur eine gute Karte ihres, allerdings damals weitläufigen Gebietes aufnehmen zu lassen, gewissermassen zwischen den Zeilen herauslesen können, dass es sogar schon für solche beschränktere Arbeiten die höchste Zeit war endlich mit dem Alten vollständig zu brechen.