Kapitel VI. Die Sternwarten in Zürich und Genf.
Um die von Scheuchzer gewünschten genauem Ortsbestimmungen zu erhalten, war es sehr wesentlich einige Fundamentalpunkte zu besitzen und festzulegen, und diess geschah als die junge Naturforschende Gesellschaft in Zürich auf Antrieb ihres Stifters, Johannes Gessner, eine erste öffentliche Sternwarte in der Schweiz, wenn auch äusserst bescheiden, einrichtete, und als nicht ganz zwei Decennien später auch in Genf auf Veranlassung von Jacques-André Mallet eine ebensolche Anstalt entstand.
An diese zwei Institute reihten sich sodann nicht nur noch die Privatsternwarten der Philippe Loys in Cheseaux bei Lausanne, und der beiden Schumacher im Himmelreich bei Luzern, an, sondern es fanden sich auch noch an einigen ändern Localitäten Beobachter, wie der schon genannte Franz Samuel Wild in Bex, der später zu erwähnende Ludwig Wenz in Basel, etc., welche mit tragbaren Instrumenten an ihren Standpunkten oder auf Reisen entsprechende genauere Positionen zu erhalten suchten, so dass der bisherige Mangel an solchen nach und nach so ziemlich verschwand.