Kapitel XIII. Die kantonalen Vermessungen.

 

112. Daniel Huber.

Zu Basel 1768 dem Astronomen Joh. Jakob Huber, der in Jüngern Jahren einige Zeit der Berliner-Sternwarte vorgestanden hatte, geboren, zeigte Daniel Huber von Jugend auf grosse Vorliebe für Mathematik und Astronomie, obschon der mit seinen eigenen Erfolgen unzufriedene Vater dieselbe eher zu unterdrücken als zu hegen suchte (1).

Zu den besten Schülern Johannes II Bernoulli zählend, wusste sich Huber schon 1791 dessen Nachfolge zu erwerben, und blieb in dieser Stellung, mit welcher sich 1802 noch das Bibliothecariat verband, bis zu seinem 1829 erfolgten Tode fortwährend thätig.

Seiner Verdienste, welche er sich durch Triangulation des Kantons Basel und durch Sammlung und theilweise Neuberechnung der bisherigen Positionsbestimmungen erwarb, wird im Folgenden einlässlich gedacht werden; dagegen ist hier noch kurz zu erwähnen,
— dass sich Huber auch durch wissenschaftliche Arbeiten, wie z. B. durch s. Parallelentheorie, s. Untersuchung über Algol, s. Beitrag zur Schilderung Lambert's, etc. hervorthat,
— dass er 1817 den Anstoss zur Errichtung einer naturforschenden Gesellschaft in Basel gab und 1821 die dortige Versammlung der Schweiz. Naturforscher präsidirte,
— dass seiner Schenkung die Bibliothek in Basel die reichen Schätze classischer mathematischer und astronomischer Literatur verdankt, welche ihr in dieser Richtung die erste Stelle in der Schweiz verschafft haben (2), — etc.

Als mechanischen Beistand besass Huber den 1788 zu Basel gebornen und ebendaselbst 1856 verstorbenen Joh. Burkard Ecklin, der einige Zeit bei Reichenbach in München gearbeitet, und sich sodann 1812 in s. Vaterstadt etablirt hatte.