Kapitel XIV. Die Reisekarten und die neuern Panoramen.
Zu Eglisau, wo s. Vater, Heinrich Keller von Zürich, damals als Zoller lebte, im Jahre 1778 geboren, hatte Heinrich Keller das Unglück durch einen Sturz und Vernachlässigung der dabei entstandenen Ausweichung des rechten Oberschenkels, schon als Knabe einem langen Schmerzenslager anheimzufallen (1), wurde dann aber schliesslich doch so weit hergestellt, dass er, wenn auch hinkend, auf zahlreichen Reisen in der Schweiz und ihrer nächsten Umgebung, je weilen mit Notizbuch und Boussole bewaffnet, eine Fülle von Materialien für die topographischen Arbeiten und Aussichtsdarstellungen sammeln konnte, auf welche er sich schon frühe mit Vorliebe legte (2), und von denen in den nächsten Nummern einlässlich gesprochen werden soll; so bestieg er z. B. den Rigi, der ihm 1816 das erste Kulmhaus verdankte, von 1804 bis 1854 nicht weniger als 32 Mal.
Keller blieb bis zu seinem 1862 erfolgten Tode dem einmal eingeschlagenen Wege treu, ja auch sein „Bienenfleiss, der ihn nirgends müssig liess, und zum Zeichnen trieb, wo er ging und stand", verliess ihn nicht bis zu s. letzten Athemzuge, und kam natürlich auch der nicht unbedeutenden Sammlung von Prospecten und Karten zu gut, welche schon s. Vater angelegt, er aber sodann bedeutend ausgedehnt hatte, und aus welcher mir durch die Freundlichkeit des Sohnes, welcher die Arbeiten und Sammlungen Heinrich Keller's mit einer seltenen Pietät fortsetzt und bewahrt, auch für gegenwärtige Arbeit manches werthvolle Blatt benutzbar wurde.